Bergfried Saalfeld

Park und Villa Bergfried sind in ihrer Einheit von architektonischer und landschaftlicher Gestaltung ein einzigartiges Beispiel für die Gartenkunst des Bürgertums zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Die Villa mit ihren Nebengebäuden wurde 1922 bis 1924 nach Plänen von Prof. Max Hans Kühne für Ernst Hüther, den damaligen Besitzer der Schokoladenfabrik "Mauxion", und seine Familie erbaut.

Das renommierte Architekturbüro "Lossow & Kühne" aus Dresden entwarf nicht nur das gesamte Bergfried-Ensemble - bekannt geworden sind sie vor allem durch die Errichtung des Leipziger Hauptbahnhofs, der Synagoge in Görlitz und des Schauspielhauses in Dresden.

Die Parkanlage wurde ab 1926 durch die Berliner Baumschule "Ludwig Späth" angelegt – sie war damals die größte in Europa.

Wichtige Teile der Gesamtanlage sind die Villa Bergfried, der Torfried, der Talfried, das Weiherhäuschen und der Glockenturm sowie die Parkbereiche Japangarten, Lindenallee, Steingarten, Seerosenteich und ehemaliger Golfplatz.

1948 wurde der Besitzer enteignet. Von 1949 bis 1992 erfolgte die Nutzung als Sanatorium durch verschiedene Träger. Seit 1998 verwaltet die Stadt Saalfeld Villa und Park Bergfried. Heute kümmert sich der Verein Freunde des Bergfriedes e. V. um Villa und Park. Das Bergfried-Ensembles steht seit 1976 unter Denkmalschutz.

Zahlreiche weitere Informationen zur Anlage, der Familie Hüther und der Schokoladenproduktion in Saalfeld finden Sie in der kleinen Ausstellung im Gärtnerhaus am Fuße des Parkes, an einzelnen Stationstafeln und in dem mobilen Rundweg.